Dez 10


Seit geraumer Zeit sind Rauchmelder in Neubauten ja Pflicht. Macht ja auch durchaus Sinn. Gerade wenn man an solche USV-Aktionen denkt 🙂 Also muss ein Rauchmelder her. Der Otto-Normal-Nerd möchte aber mindestens irgendwas haben, was sich auch in die Standardhaustechnik integrieren lĂ€sst – am besten noch ein Set von mehreren Rauchmeldern. Da gibts es zig Varianten:

  1. Die Billigrauchmelder (um die 5-10 Euro)
  2. Die Billgrauchmelder die per 433MhZ miteinander sprechen (ab 60 Euro im Set mit 4 StĂŒck)
  3. Die teueren Systemrauchmelder die nichts anderes als (2) machen, nur das G*ra oder sonstwas draufsteht.
  4. Die sĂŒndhaft teueren Rauchmelder mit eingebauten GSM-Modul (ab ca. 150 Euro aufwĂ€rts…)

Gelinde gesagt: Alles doof – da es entweder meinen AnsprĂŒchen nicht genĂŒgt, oder massivst zu teuer ist.

Nun denn erstmal Dinge sichten – also ab zum Baumarkt und mal einen Rauchmelder der Kategorie „1“ gekauft. Schimpft sich RM120 und hat schlappe 8,- gekostet. Laut ist das Ding ja, wenn man Zigarettenrauch reinblĂ€st, oder mal den Testknopf drĂŒckt – bringt nur nix, wenn niemand zu hause ist 🙁 Nach dem öffnen des GerĂ€ts, schaut einen ein wenig SMD-Technik (Oha) an, darunter ein IC mit der Aufschrift „CS2105go„. Wie sollte es anders sein, dazu gibts leider kein Datenblatt. Aber Moment, vielleicht ist der CS2105GO-M12 ja Pinkompatibel mit dem MC145010 – Bingo, ist er ! Der MC145010 (manchmal auch MC145012) wird in fast allen Rauchmeldern der Kategorie 1 und 2 (teilweise auch 3) verkauft.

Der aufmerksame Leser merkt was: Bei 2 ist doch eine Vernetzung möglich ! Korrekt, so ist es. Mit anderen Worten: In den Rauchmeldern der Kat.1 ist derselbe IC verbaut, wie in 2, nur das in 1 halt das 433MhZ Modul fehlt. Brauch ich (zumindest jetzt zum Testen) eh erstmal nicht –  doch dazu spĂ€ter. Der MC145010 verfĂŒgt ĂŒber einen sog. I/O Pin, der bei 2er Rauchmeldern dann das 433MhZ-Modul per TTL-High triggert, sobald es qualmt. Beim 1er liegt PIN7 (I/O) tot herum. Perfekt. Also fix den Ground (-) und PIN7 per Kabel rausgefĂŒhrt und an den Arduino geklemmt:

 

Links (Schwarz) die Masse – Also GND direkt mit dem GND des Arduino’s verbinden,

Recht (Rot), etwas fuckeliger, den PIN7 (I/O) des CS2105GO-M12 auf einen Analogen Input-PIN des Mikrocontrollers legen.

Auf dem Arduino selbst habe ich derzeit die gute Wohnzimmerinfo-Anzeige am laufen, da ist also schon ein „Ethernet-Shield“ drauf. Da dort noch diverse Analoge Ports frei sind, und der Rauchmelder auch direkt deben dem Display wohnen soll, also optimal. Vom Code her gestaltet sich das ganze relativ simpel (siehe unten). Das allerfeinste ist jedoch, dass man nichtmal gegen irgendwelche Vorschriften verstösst, wenn man sich anstelle von Variante 1 fĂŒr einen Rauchmelder der Variante „2“ entscheidet. Denn alle Rauchmelder bleiben so wie sie sind (sprich: Die piepen trotzdem). Nur einen, in dem 433MhZ-„Netz“, muss man dann an den Arduino anklemmen. Der verbaute Standalone-RM120 piept ĂŒbrigens auch noch – denn genau dafĂŒr ist PIN7 gedacht: I/O !


#include
#include

#define SmokePIN 0

int Smoke=0;
boolean mailsent=false;
byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED };
byte ip[] = { 192,168,0, 100 };

void setup () {
Ethernet.begin(mac,ip);
}

void loop() {
// Read Smokedetector
Smoke=analogRead(SmokePIN);

// GGf. RESET der Variable mailsent

if (Smoke > 900) {
if (mailsent==false) {
firemail();
mailsent=true;
}
}
}

void firemail() {
// IP des Mailservers
byte mserver[] = {192,168,0,101};
Client Mail(mserver,25);
if (Mail.connect()) {
Mail.println(„HELO arduino.domain.tld“); /* say hello (statement after helo is needed but irrelevant)*/
Mail.println(„MAIL From: et_brennt@domain.tld“); /* identify sender, this should be the same as the smtp server you are using */
Mail.println(„RCPT To: et_brennt@domain.tld“); /* identify recipient */
Mail.println(„DATA“);
Mail.println(„To: et_brennt@domain.tld“); /* identify recipient */
Mail.println(„Subject: Burning down the House“); /* insert subject */
Mail.println(„WARNING – Smoke detected !“); /* insert body */
Mail.println(„.“); /* end email */
Mail.println(„QUIT“); /* terminate connection */
Mail.println();
Mail.stop();
}
}

Tagged with:
Dez 06

Args. Was ein pfu. Doch von vorne:

Am Freitag letzter Woche ging es los. Meine gute SmartUPS 1500RM hatte auf einmal Hitzewellen. Woher die kamen ? Keine Ahnung. Entdeckt habe ich das ganze eher durch Zufall, da ich ab und an dann doch mal einen Blick ins cacti werfe. Da sah das ganze dann so aus:Hitzewellen in der APC 1500 Interessant in dem Zusammenhang: Die USV wirft erst einen Alert ab ca. 60 Grad Celsius. Meiner Meinung nach – die sollte sich spĂ€ter noch bestĂ€tigen – viel zu spĂ€t. Das Rack, indem sich die APC 1500 befindet, hat ĂŒbrigens direkte AussenbelĂŒftung – im „Serverraum“ waren es also die ganze Zeit ĂŒber so um die 16 Grad. Bei den Peaks bin ich dann doch mal ‚runter gegangen und hab die SchranktĂŒr des Racks aufgemacht, und siehe da: Temp wieder normal.

Am Wochenende stand das gute StĂŒck also erstmal unter Beobachtung. Wie man oben erkennt, war es jedoch ruhig. PĂŒnktlich zum Wochenbeginn fing die USV dann aber wieder an zickig zu werden. Da mir dass ganze (wörtlich !) zu heiss wurde, habe ich mich dann entschlossen das Batterypack (ist in so einer Cartridge) zumindest abzuklemmen. Da die Notstromversorgung Hot (!)-Pluggable ist, also kein Problem.

Sofern die angeschlossenen GerĂ€te in diesem Zustand (Batterien abgezogen / disconnected) noch laufen, sollte man es tunlichst unterlassen der USV den Strom zu klauen. Nicht nur, dass dann alles aus ist – das wĂ€re zu einfach – man bekommt auch keinen Saft wieder auf die USV. Die lĂ€sst sich nĂ€mlich nur mit angepömpelten Akkus starten (FAIL !!).

Also erstmal Ersatzakkus bestellen. Aber € 520,- fĂŒr ’ne Cartridge (RBC24) mit 4 Moppedakkus ? Ja sind die wahnsinnig bei APC ? Das muss doch gĂŒnstiger gehen. Geht es: Diverse HĂ€ndler verkaufen die Akkus einzeln zum StĂŒckpreis von € 20,- . Da die Akkus bisher noch nicht eingetroffen sind, spreche ich da noch keine Empfehlung aus 🙂

Demontage:

Ansich nett gedacht. Frontblende der UPS entfernen, 4 Schrauben lösen und dann einfach die Cartridge mit den 4 Bleigelakkus rausziehen. Was aber tun, wenn die Dinger aufgequollen sind ? Mit Gewalt ziehen, hat geholfen. Hier das Resultat:

Nun „nur noch“ die 4 Akkus aus der Blechwanne entfernen. Haha ! Kein Tutorial, keine versteckte Klammer mit der die Dinger da gehalten werden – nix. FĂŒhlt sich an wie festgeklebt. So war es auch. Jeder Akku ist mit einem dusseligen doppelseitigem Klebestreifen an der Wanne festgeklebt. (2ter FAIL !!) Also auch hier wieder Gewalt anwenden, und die Dinger vorsichtig mit dem Schraubenzieher anhebeln – irgendwann kommen die von alleine 🙂 Der Sicherheit halber, habe ich die AnschlĂŒsse mal zusammengetaped, isoliert, und mit NĂŒmmerchen versehen. Jeder Platz in der Aluwanne hat dann die korrespondierende Nummer bekommen. Jetzt heisst es warten auf die Ersatzlieferung, und hoffen das der Strom nicht ausfĂ€llt.

PS: Vor ca. 6 Jahren ist mir mal eine 750er Desktop-SmartUPS unterm Schreibtisch hochgegangen. War nicht lustig. Die musste ich mit dem Topflappen auf den Balkon befördern… Von daher: Wenn Euch die Akku-Temperatur (Internal Temperature bei APC) komisch vorkommt – lieber heute als morgen die Akkus wechseln.

Tagged with:
preload preload preload