Apr 18

Spareribs(Rezept ist für ca. 6 Stück):

Man nehme:

  • Trockenrub (entweder selbst mixen, oder aber bspw MagicDust fertig kaufen)
  • Rippchen
  • Zum Dünsten:
    • Apfelsaft (ca. 900ml)
    • Apfelessig (ca. 8 EL)
  • Für die BBQ-Sauce:
    • 250 ml Heinz-Tomatenketchup
    • 150 ml Apfelsaft
    • 5 EL Apfelessig
    • 2 EL braunen Rohrzucker
    • 2 EL Rohrzuckersirup
    • 1 EL Worcestersauce
    • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
    • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
    • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
    • 1/2 TL Chilipulver

 

Auf gehts:

  1. Einen Abend vorher die Rippchen von der Knochenhaut befreien, und großzügig mit dem Rub einreiben. Manche Menschen legen die Rippchen vorher noch 2-3h in Apfelessig/Apfelsaft ein – muss man aber nicht. Mit diesem Rezept hier werden die Dinger eh butterzart.
  2. Rippchen eng in Frischhaltefolie einwickeln und ab in den Kühlschrank damit
  3. Am nächsten Tag (t-6h) den Kugelgrill mit dem berühmten Minionring bestücken und an einer Seite anfeuern. Ich stelle in die Mitte meist eine Abtropfschale die schon mal mit heissem Wasser vorbefüllt ist.
  4. Grill mit Hilfe der unteren Regelschieber so auf 120Grad einstellen (Da sollte der Grill die ganze Zeit – also 6h – drauf verharren // +/- 10Grad sind nicht tragisch!)
  5. Rippchen auf den Grill. Ich nutze den IKEA-Deckelhalter. Ist Edelstahl und top um die Rippchen hineinzustellen.
  6. Nun 1h lang in Ruhe lassen (Wie o.g. 120Grad +/- 10).
  7. Jetzt ist es an der Zeit die 900ml Apfelsaft (Direktsaft / Naturbelassen) und 8EL Apfelessig zusammenmixen. Die Rippchen nun alle 30min. (Also bei 1:00, bei 1:30, bei 02:00 und bei 2:30) mit dem Mix bestreichen (Moppen). Das macht die Leitern fein zart. Bitte nicht den Rub abwaschen 🙂
  8. Jetzt sollten wir Halbzeit haben. Die übrigen 890ml Apfeldings kommen jetzt in einen Bräter mit Rost. Die Rippchen auf den Rost drauf und das ganze Paket recht dicht mit Alufolie verschliessen. Achtung: Nicht jedes Rippchen einzelnd, sondern den gesamten Bräter mitsamt dem Fleisch.
  9. Nun wieder für 2h ab auf den Grill mit dem Bräter (indirekt in die Mitte). Den Deckelhalter brauchen wir später noch mal. Also nicht in die Spülmaschine oder sowas.
  10. Nach zwei Stunden (t-1 / 05:00) öffnen wir das Paket und entnehmen die Jungs aus dem Bräter (vorsichtig! Die sind jetzt schon Butterzart und fallen fast vom Knochen). Jedes Rippchen wird jetzt einzelnd mit der o.g. BBQ-Sauce (Mixen, aufkochen, fertig  😀 ) eingestrichen. Nicht zimperlich sein. Das ist quasi das Finish (Der Fachmann spricht vom glasieren).
  11. Jetzt eine Stunde lang die eingestrichenen Rippchen wieder auf den Deckelhalter in den Grill (der muss immer noch 120Grad haben).
  12. Fertig!

 

Bon(n) Appetit.

 

PS: Da ich schon so viel Zeug vom großen Fluss (Amazon) hier verlinkt habe noch ein kleiner Tip: Als Thermometer hab ich so ein Maverick-MV-ET-733. Kann ich wärmstens weiterempfehlen. Zwei Sensoren (Eins für den Garraum, eins für Kerntemperatur (bei den Rips nicht ganz so wichtig)), ultimative Reichweite, und ganz wichtig: Temperaturalarme. Bei den o.g. Rippchen hab ich den Alarm auf 110 und 130Grad gestellt, und mich während der Dünstphase (9) auf die Couch gefläzt – entspannter geht es kaum.

Aug 26

Mein alter Grill (so ein Baumarkt-Teil für 40 Euro) war schon ein wenig in die Jahre gekommen (ca. 5 Jahre alt). Um den schon durchgerosteten Kohlerost nicht noch weiter zu quälen, haben wir uns mal einen neuen gegönnt. Die Investition von ca. 150 Euro für einen Grill erscheint zwar auf den ersten Blick recht hoch – aber man wird dafür mit einer ganz neuen Sichtweise, was Grillen angeht, belohnt. Dummerweise muss/sollte man das Grillen mit dem Gerät erstmal ganz neu erlernen, denn die Temperaturregelung funktioniert hier etwas anders.

Gibt es beim Baumarktgrill den Rost, der auf- und abgestellt werden kann, so verfügt die Kugel hier über zwei „statische“ Roste (Einen für die Kohlen, einen fürs Fleisch). Die Temperatur wird über die Menge der Kohlen und die Stellung zweier Luftklappen geregelt. Prinzipiell lassen sich drei (mal zwei) verschiedene Hitzegrade mit dem guten Stück einstellen:

  1. Grosse Hitze (230-270 Grad): Min. 2 Schichten Grillbriketts übereinander auf den Kohlenrost (vorher mit Anzündkamin durchglühen)
  2. Mittlere Hitze (170-230 Grad): Eine Lage Grillbriketts auf den Kohlenrost (vorher durchglühen)
  3. Niederige Hitze (100-170 Grad): Eine Lage Grillbriketts auf den Rost, vorher durchglühen, oberen Schieber „halb auf“

Die zweite Variante ist dann die indirekte Hitze – Verteilt man die Kohlen nur auf einer Seite des Grills, so hat man auf der Kohlenseite „direkte Hitze“, und auf der anderen „indirekte“ – Durch den geschlossenen Deckel kann man dann sogar ganze Braten, etc. auf dem Grill garen. Um die gewünschte Temperatur zu halten, einfach (am besten durchgeglühte) Kohlen nachlegen.

Generell gilt: Den unteren Schieber immer voll aufmachen – geregelt wird allenfalls über den oberen Lüftungsschieber.

Hat man sich einmal an die Temperaturregulierung gewöhnt, gelingen einem Dinge mit dem Grill, von denen man vorher nicht mal wusste, dass man diese überhaupt Grillen kann.

Ich werde mal nach und nach ein paar Rezepte hier einstellen. Zum auf den Geschmack kommen, hier mal ein paar Bilder:

Braten: Braten

Kartoffeln:

Kartoffeln grillen

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