Dez 06

Args. Was ein pfu. Doch von vorne:

Am Freitag letzter Woche ging es los. Meine gute SmartUPS 1500RM hatte auf einmal Hitzewellen. Woher die kamen ? Keine Ahnung. Entdeckt habe ich das ganze eher durch Zufall, da ich ab und an dann doch mal einen Blick ins cacti werfe. Da sah das ganze dann so aus:Hitzewellen in der APC 1500 Interessant in dem Zusammenhang: Die USV wirft erst einen Alert ab ca. 60 Grad Celsius. Meiner Meinung nach – die sollte sich später noch bestätigen – viel zu spät. Das Rack, indem sich die APC 1500 befindet, hat übrigens direkte Aussenbelüftung – im „Serverraum“ waren es also die ganze Zeit über so um die 16 Grad. Bei den Peaks bin ich dann doch mal ‚runter gegangen und hab die Schranktür des Racks aufgemacht, und siehe da: Temp wieder normal.

Am Wochenende stand das gute Stück also erstmal unter Beobachtung. Wie man oben erkennt, war es jedoch ruhig. Pünktlich zum Wochenbeginn fing die USV dann aber wieder an zickig zu werden. Da mir dass ganze (wörtlich !) zu heiss wurde, habe ich mich dann entschlossen das Batterypack (ist in so einer Cartridge) zumindest abzuklemmen. Da die Notstromversorgung Hot (!)-Pluggable ist, also kein Problem.

Sofern die angeschlossenen Geräte in diesem Zustand (Batterien abgezogen / disconnected) noch laufen, sollte man es tunlichst unterlassen der USV den Strom zu klauen. Nicht nur, dass dann alles aus ist – das wäre zu einfach – man bekommt auch keinen Saft wieder auf die USV. Die lässt sich nämlich nur mit angepömpelten Akkus starten (FAIL !!).

Also erstmal Ersatzakkus bestellen. Aber € 520,- für ’ne Cartridge (RBC24) mit 4 Moppedakkus ? Ja sind die wahnsinnig bei APC ? Das muss doch günstiger gehen. Geht es: Diverse Händler verkaufen die Akkus einzeln zum Stückpreis von € 20,- . Da die Akkus bisher noch nicht eingetroffen sind, spreche ich da noch keine Empfehlung aus 🙂

Demontage:

Ansich nett gedacht. Frontblende der UPS entfernen, 4 Schrauben lösen und dann einfach die Cartridge mit den 4 Bleigelakkus rausziehen. Was aber tun, wenn die Dinger aufgequollen sind ? Mit Gewalt ziehen, hat geholfen. Hier das Resultat:

Nun „nur noch“ die 4 Akkus aus der Blechwanne entfernen. Haha ! Kein Tutorial, keine versteckte Klammer mit der die Dinger da gehalten werden – nix. Fühlt sich an wie festgeklebt. So war es auch. Jeder Akku ist mit einem dusseligen doppelseitigem Klebestreifen an der Wanne festgeklebt. (2ter FAIL !!) Also auch hier wieder Gewalt anwenden, und die Dinger vorsichtig mit dem Schraubenzieher anhebeln – irgendwann kommen die von alleine 🙂 Der Sicherheit halber, habe ich die Anschlüsse mal zusammengetaped, isoliert, und mit Nümmerchen versehen. Jeder Platz in der Aluwanne hat dann die korrespondierende Nummer bekommen. Jetzt heisst es warten auf die Ersatzlieferung, und hoffen das der Strom nicht ausfällt.

PS: Vor ca. 6 Jahren ist mir mal eine 750er Desktop-SmartUPS unterm Schreibtisch hochgegangen. War nicht lustig. Die musste ich mit dem Topflappen auf den Balkon befördern… Von daher: Wenn Euch die Akku-Temperatur (Internal Temperature bei APC) komisch vorkommt – lieber heute als morgen die Akkus wechseln.

One Response to “SmartUPS on Fire”

  1. Axel sagt:

    Netter Bericht, Jörg.
    Ich würde empfehlen, dass jeder bei euch zuhause einen Feuerwehr-Lehrgang mitmacht. Nur zur Sicherheit.
    Ich habe zuhause noch eine ca 2Jahre alte SmaprtUPS 1500 von APC. Noch halten die Akkus. Freue mich aber schon auf die ersten Probleme.
    Gleich mal ein paar Topflappen kaufen. 😉

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