Nov 17

Alles nicht so einfach mit den Platten. Daher hier ein weiteres Mini-Howto. Diesesmal zum Thema, wie erstelle ich unter LINUX einen Soft-RAID-Verbund, der sich beliebig erweitern lässt.

Ausgangssituation wäre folgende:
3 Eingebaute Festplatten:
hda: Boot-Platte (XXX GB)
hdb: 1. RAID1-Platte (1GB – lässt sich leichter rechnen 😉
hdc: 2. RAID1-Platte (1GB)

1. Mithilfe von fdisk / cfdisk die Partitionen /dev/hdc1 und /dev/hdb1 auf den jeweiligen Platten als Primärpartition vom Typ FD erstellen.

2. Raid 1 aus hdb1 und hdc1 anlegen:

mdadm –create /dev/md1 –level 1 –raid-devices=2 /dev/hdb1 /dev/hdc1

3. Physical Volume anlegen:

pvcreate /dev/md1

4. Volume Group anlegen (mit einem Device) – vol ist hier mal der Name der Gruppe

vgcreate vol /dev/md1

5. Logisches Volume mit Namen „root“ auf der VolumeGroup anlegen (Wir nehmen mal 800MB, da ein wenig Overhead anfaellt – 900 sollten aber auch gehen)

lvcreate -n root -L 800M vol

6. Filesystem auf dem neuen Volume anlegen

mkfs.ext3 /dev/vol/root

7. Mounten:

mount /dev/vol/root /mnt

8. Ueberpruefen
– PhysicalVolumes lassen sich mit pvdisplay, VolumeGroups mit vgdisplay und LogicalVolumes mit lvdisplay anzeigen
– Ein „df . -h“ bringt nun 800 MB auf die Waage

Fertig …

Wenn man nun eine weitere Platte (Raid-Volume über mdadm geht natürlich auch) „hinzubekommt“ und die an das RAID-1 stripen möchte, geht das wie folgt:
(Wir nennen die Platte mal hdd)

1. Primary Partition über FDISK anlegen (Typ FD)

2. Physical Volume anlegen:

pvcreate /dev/hdd1

3. VolumeGroup erweitern:

vgextend vol /dev/hdd1

4. LogicalVolume erweitern

lvextend /dev/vol/root -L +800M /dev/hdd1

5. Überprüfen (siehe oben)
– Ein „df . -h“ in /mnt bringt nun einen um 800MB erweiterten Mountpunkt zum vorschein. Halt … wohl doch noch nicht. Dem Filesystem muss erst noch mitgeteilt werden dass hier eine Grössenänderung stattgefunden hat. Also:

6. Filesystem umounten:

umount /mnt

7. Filesystem überprüfen (sonst motzt der Resizer)

fsck.ext3 -vv -f /dev/vol/root

8. Fileystem schliesslich resizen

resize2fs /dev/vol/root

9. Wieder mounten

mount /dev/vol/root /mnt

10.Jetzt haben wir es geschafft…

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