Nov 13

Anno Nym

Netz 13.11.2006

Wenn man mal anonym im Internet unterwegs sein möchte, gibt es da einige Möglichkeiten. Zum einen hätten wir das den Webbasierten Dienst anonymouse, der hinterlässt allerdings als UserAgent grundsätzlich „http://Anonymouse.org/ (Unix)“ – nicht so toll. Dann gibt es noch JAP von der TU-Dresden. Das Ding setzt auf eine Art Zufallsrouting, ist aber auch nicht unbedingt zu empfehlen, da es in der Vergangenheit immer mal wieder (erfolgreiche) Log-Anforderungen der Staatsanwaltschaft gegeben hat, angeblich ist der Dienst aber inziwschen „safe“. Der größte Nachteil an JAP ist wohl der, dass man ein kleines Tool auf dem lokalen Rechner installieren muss, welches mit Java (pfui) läuft. Ob jemand über diesen Dienst surft, ist als Seitenbetreiber genauso wie bei anonymouse leicht erkennbar, entweder am Useragent, Hostname oder auch sonstigen Dingen. Weitere erwähnenswerte Dienste wären da noch planetlab (kein reiner anonymizer), sowie die unzähligen Proxy-Listen die im Netz kursieren. Halten wir fest: Alles was Zufallsrouting beherrscht ist schonmal nicht so leicht zu erkennen. Mein Favorit ist da immer noch tor, in der Clientversion. Es basiert auf dem sog. Onion-Routing, bei dem nicht nur der Exit-Server, also der Server, der die Anfrage macht, wechselt, sondern auch die Route dazwischen.
Da wird die Bundesregierung einiges zu tun bekommen, um da der Terrorplanenden Schaar Herr zu werden

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