Apr 26

Ich betreibe hier seit über einem Jahrzehnt ein paar von diesen netten günstigen Dallas-1-Wire Dingern (DS1820) an einer Linuxkiste mit samt USB-Host-Adapter im sog. „Parasite-Mode“ (Ausser GND und Data benötigt man da nichts, und kann ein paar von den Sensoren – an bspw. im Haus liegenden Telefonkabeln – abfragen).

Der USB-Host-Adapter ist eigentlich überflüssig, da der Pi das mit seinen GPIO’s von Haus aus kann. Und das ganze ist derartig trivial, dass ich es hier kurz erklären will. Man nehme:

  • den o.g. DS1820 (da gibts div. Variationen von, die sich in der Präzision unterscheiden – kosten ca. 2 Euro)
  • Einen Pi – mit Linux drauf.

 

Den 1820 wie folgt mit dem Pi verbinden:

GND auf GND // Vdd auf 3,3V // VDQ (Data) auf GPIO 4

(Hier eine Ansicht des 1820, und hier eine des GPIO-Ports vom Pi)

Dann ab auf die Shell und kurz 2 Kernel-Module nachladen:

 pi@rasbberrypi ~ $ sudo modprobe w1-gpio pullup=1
 pi@rasbberrypi ~ $ sudo modprobe w1-therm
									

Wenn alles richtig gelaufen ist, gibt es unter /sys/bus/w1/devices nun ein neues Verzeichnis mit der Unique-ID des 1820 (Die haben alle eine Art Mac-Adresse, die die einmalig macht) in dem wiederum eine Datei mit dem Namen „w1_slave“ liegt. Angenommen der 1820 hat die ID „28-0000041234567“ so heisst unsere Datei : „/sys/bus/w1/devices/28-000004593386/w1_slave“. Wenn man sich diese anzeigen lässt (zB via cat), kommt (etwas unsexy) der platte Temperaturwert als ASCII zum Vorschein.

Den hübschen wir nun noch auf, und schon haben wir einen Wert, den man weiterverarbeiten kann (snmp, website, wo auch immer):

cat /sys/bus/w1/devices/28-000004593386/w1_slave |\
grep -e 't=' | \
awk -F't=' '{print $2}'
									

Günstiger kann man keine Temperaturen messen – und erweiterbar und flexibel ist es auch noch. (Es sei denn man will unbedingt 100 Euro für das neueste, hippe, bunte Temperaturmessdevice, dass nur mit App läuft, ausgeben und die Werte alle Nasen lang in die Cloud pumpen…)

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