Mai 19

Eigentlich hab ich mich ja immer gewehrt den schönen “Experimentiercomputer” RaspberryPi zum “MediaCenter” zu degradieren. Andererseits hatte ich ein wenig Not hier. Bis vor 2 Jahren hatte ich ‘nen MacMini am TV-Gerät. Der ist dann irgendwann rausgeflogen und musste einem AppleTV (3) weichen.

Dummerweise kann das ATV3 sich nur bei Apple bedienen. Sprich alle fein säuberlich gekauften Filme und MP3s auf dem Fileserver konnten nur umständlich abgespielt werden, in dem immer irgendein olles iTunes auf dem Arbeitsplatzrechner lief. Zeit das zu ändern. Also Pi bestellt und RaspBMC draufgeknallt. Erster Begeisterung folgte direkt die Ernüchterung. Zu langsam, und zu buggy. Wenn bspw. der Pi hängt, hilft nur noch Strom raus und wieder rein, was die SD-Karte mit “Could not mount Root-FS” oder so quittiert. Blöd alles. Doch es gibt eine Lösung für alles.

Ziel sollte es sein im Raspberry nur noch den Bootloader auf der SD-Karte zu haben (den braucht der leider, da der Pi kein Bootp/PXE beherrscht), und diese am besten auch noch mit ‘nem Schreibschutz zu versehen. Gesagt getan. Was ist also notwendig?

  • 2GB SD-Karte fürs erste Setup
  • 32MB SD-Karte für den späteren Betrieb
  • Fileserver mit NFS-fähigkeit
  • Irgend ‘ne Linux-Büchse um die Karten entsprechend zu präparieren (Mit OSX oder Windows ist das echt Schmerz)

Vorgehensweise:

  1. RaspBMC ganz normal auf der 2GB Karte installieren (dd if=[imagefile] of=/dev/sdz bsize=16M) wobei sdz das SD-Kartendevice ist.
  2. Rasbperry ans Netz hängen und booten/Erstkonfig durchführen.
  3. Während der konfiguriert setzen wir den NFS-Server auf (gehe mal davon aus, dass die Grundlagen zu NFS dem Leser bekannt sind)
    1. Directory, in dem das Rasberry-Rootfs wohnen soll erstellen (mkdir /rasberryrootfs)
    2. Directory in die /etc/exports aufnehmen:/rasberryrootfs          IP.VOM.RASP.BERRY(rw,async,no_root_squash,no_subtree_check,anonuid=65534,anongid=65534,insecure)
    3. exportfs -rv aufrufen
  4. Wenn Raspberry fertig, dann:
    1. per ssh einloggen (pi/raspberry)
    2. xbmc stoppen: sudo sudo initctl xbmc stop
    3. NFS-Filesystem mounten: mount IP.VOM.FILE.SERVER:/raspberryrootfs /mnt
    4. Kram umkopieren (sudo cp -axv /. /mnt/.
      sudo cp -axv /dev/. /mnt/dev/.
      )
    5. In der /mnt/etc/fstab folgende Zeile AUSkommentieren (also ein “#” davorschreiben):
      /dev/mmcblk0p2  /               ext4    defaults,noatime 0       0
    6. NFS-Filesystem umounten (sudo umount /mnt)
    7. Raspberry herunterfahren (sudo init 0)
    8. Karte entnehmen und in die o.g. Linuxbüchse stecken, sowie das vfat-Filesystem der Karte mounten.
    9. Kram aus dem vfat-Filesystem irgend wo auf die Platte kopieren.
    10. Karte umounten / Brauchen wir jetzt nicht mehr.
    11. Jetzt die 32MB Karte in die o.g. Linuxbüchse stecken und ein vfat-Dateisystem auf einer Primären Partition vom Typ “MSDOS/VFAT” erstellen.
    12. Den Krempel aus 9 auf die Karte kopieren.
    13. Jetzt noch die Datei cmdline.txt auf der 32MB Karte wie folgt anpassen:
      dwc_otg.lpm_enable=0 root=/dev/nfs rootfstype=nfs nfsroot=192.168.1.100:/raspberryrootfs,v3 ip=192.168.1.49:192.168.1.1:192.168.1.0:255.255.255.0:rpi:eth0:off smsc95xx.turbo_mode=N noatime rootwait loglevel=1 zram.num_devices=2
      Wobei folgendes gilt:

      1. Anstelle der 192.168.1.49 die IP des Raspberrys eintragen
      2. Anstelle der 192.168.1.100 die IP des NFS-Servers eintragen
      3. Anstelle der 192.168.1.1 die IP des Routers eintragen
      4. Anstelle der 192.168.1.0 die Netztadresse des Heimnetzes eintragen
    14. Karte umounten
    15. In den Pi stecken, und freuen :)

Wenn alles klappt, noch den nupsi für den Schreibschutz an der 32MB Karte aktivieren, und dann geht das Filesystem dort garantiert nicht mehr kaputt. Noch ein paar Tipps/Anmerkungen zur Performance von dem XBMC:

  • Alle überflüssigen Visualisierung sollten (so schick sie auch sein mögen) deaktiviert werden.
  • Krimskrams wie Samba-Server, Avahi, ftp auf dem Pi auch deaktivieren.

Viel Spass damit.

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Dez 13

Seit 4 Tagen bin ich den lästigen reconnect der Telekom los. Keine Zwangstrennung mehr nach 24h. Yes !

Wie das geht ? Ziemlich simpel. Man wechselt den Tarif beim rosa Riesen. “Call & Surf Comfort IP” heisst das Ding. Einher mit dem Tarif geht ein SIP-Account, über den man von dort per VoIP erreichbar ist (Besonderheiten der Telekom inclusive – verfasse dazu noch einen Blogeintrag). Aufgrund dessen fällt dann nämlich die Zwangstrennung weg. Nun gut, genug Marketinggedönse. Zum eigentlichen: Wie ich ja schon gebloggt habe, bin ich zufriedener sixxs Kunde, was meine ipv6-Welt angeht. Schön statische Prefixe, soviel /56er subnetze (statisch!) wie man haben will. Eigentlich genau das, was man als Betreiber von ein paar unwichtigen Diensten im Netz so benötigt.

Ganz gegensätzlich ipv6 bei der Telekom. Man bekommt ein /64er Prefix, und das ist zu allem übel auch noch dynamisch. Sprich bei jedem Reconnect (der zwar, s.o., nur noch alle Jubelmonate kommt) gibts wieder einen neuen Prefix. Ist jetzt nicht der ultimative Brüller, denn der Sinn von ipv6 war ja genau dieses Dilemma zu lösen. – Wir erinnern uns: in den 90ern gab es die dynamische Vergabe nur, weil die ganzen ISPs mehr Kunden als ipv4-Addressen hatten – also mit ipv6 eigentlich kein Grund mehr für sowas. Die Gründe mögen vielfältig sein. Paranoide Menschen sind der Meinung, dass man mit dyn.IP’s einen Datenschutzzugewinn hat (Bullshit !), die Telekom meint, dass man statische IPs besser hochpreisig vermarkten sollte, und so on.

Nun, was tun mit dem schwankenden ipv6-Prefix, bei dem man nichtmal ‘ne DNS-Reversedelegation setzen kann ? Folgende Dinge sind mir so eingefallen:

  • Testen des sixxs.net oder HurricaneElectric-Tunnels von “aussen” :)
  • Backup-Routing, falls sixxs/HE mal down sind (wobei das vermutlich tricky wird)
  • Den “User” Kram aus dem Heimnetz über das /64er routen. Alle Dienste über die statischen Netze

Naja, wie auch immer man sich entscheidet, das ganze unter linux auf einem “Selbstbaurouter” einzubinden bedarf ein wenig Bastelei. Was haben wir ?

  • Ein Standard DSL-Modem (Speedport 221) / kein Router (an dieser Stelle sei erwähnt, dass, entgegen irgendwelchen Aussagen, ein Modem vollkommen ausreicht (sowohl für VoIP, als auch für Entertain, sowie für ipv6) – “pppoe-Passthrough” in einem Speedportrouter kann funktionieren, muss es aber nicht. Je puristischer, desto besser.
  • Ein lauffähiges Linux, mit dem wir schon in der Vergangenheit pppoe gemacht haben und welches die öffentliche ipv4 bekommt. – Ich nehm’ hier Debian. Ein vorkonfektioniertes pfSense, ipcop, und wie die Distributionen so alle heissen, sollte auch gehen.
  • pppoe über rp-pppoe wie gewohnt. Hier in die /etc/ppp/options ein “+ipv6″ eintragen

Jetzt gibts beim Reconnect zusätzlich zur ipv4 eine ipv6-LinkLocal-Adresse. Mit der kann man noch nicht so viel anfangen, denn die ist ja linklocal und damit nicht gerouted. An dieser Stelle hab ich echt am längsten (im wahrsten Sinne des Wortes) gehangen. Wie kommt man nun an die ipv6-IP ? Im Normalfall über zwei Wege. Entweder Router-Advertising, oder DHCPv6 (wobei letzteres nur bedingt empfehlenswert ist). Die Telekom announced die Prefixe per RA. Und zwar in 10 Minuten Intervallen. Was zum debuggen recht schmerzhaft ist (immer 10min. warten). Um dem geneigten Leser die Wartezeit (und das debuggen) zu verkürzen hier die Einstellungen die man am ppp0 vornehmen sollte (am besten in irgendein /etc/ppp/ip-up.d/file zur Firewall packen):

echo 0 > /proc/sys/net/ipv6/conf/ppp0/forwarding
echo 1 > /proc/sys/net/ipv6/conf/ppp0/autoconf 
									

Sodann wirds beim nächsten RA (wie gesagt: Nur alle 10 min. !) eine öffentliche IP geben, die dann über die, oben erwähnte, LinkLocal-Adresse raus/reingerouted wird. Routen sollten automatisch gesetzt werden.

ip6tables kann man dann nach gusto anpassen. Bei mir bekommt nur der “router” die Dynamische-V6, da dort der (Zwangs-)Proxy mit adblocker & Co. läuft – reicht dort also. Wer das v6 im LAN nutzen möchte, dem sei der radvd (Router Advertising Daemon) ans Herz gelegt.

Ein Grundsetup an ip6tables-Rules finden wir hier:

/sbin/ip6tables -P INPUT DROP
/sbin/ip6tables -A INPUT -i lo -j ACCEPT              #allow everything out
/sbin/ip6tables -A INPUT -p icmpv6 -j ACCEPT
/sbin/ip6tables -A INPUT -m state --state ESTABLISHED,RELATED -j ACCEPT
/sbin/ip6tables -A INPUT -i $LAN -j ACCEPT       # allow GRE
/sbin/ip6tables -A INPUT -i $WAN -j LOG --log-prefix "INP6:End "
/sbin/ip6tables -A INPUT -i $WAN -j DROP

### OUTPUT
### (connections with the router as source)
echo "BASE OUTPUT"

  # base case
/sbin/ip6tables -A OUTPUT -o $WAN -j ACCEPT              #allow everything out
/sbin/ip6tables -A OUTPUT -o $LAN -j ACCEPT              #allow everything out
									

Happy v6ing !

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Sep 24

IN-Listen lassen sich bei einer Oracle leider nicht als Bind-Var übergeben. Wirklich nicht ? Doch, geht mit Trick:

SELECT   REGEXP_SUBSTR (:txt,'[^,]+',1,LEVEL) as token
   FROM   dual
   CONNECT BY   LEVEL <= LENGTH (:txt) - LENGTH (REPLACE (:txt, ',', '')) + 1
									

Durch den RegEx und das Connect by Prior macht die ORACLE eine Tabelle aus jedem Element, welches in :txt übergeben wird. Getrennt wird per “,”. Einsetzen lässt sich das ganze dann wie folgt:

SELECT * FROM emp WHERE emp_id IN (SELECT   REGEXP_SUBSTR (:txt,'[^,]+',1,LEVEL) as token
   FROM   dual
   CONNECT BY   LEVEL <= LENGTH (:txt) - LENGTH (REPLACE (:txt, ',', '')) + 1)
									

Nicht schön, aber funktional; Und am performantesten von all’ den Workarounds, die ich bisher so gesehen habe.

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Jul 18

Es ist, gefühlt, 6 Jahre her, dass ich so richtig Urlaub gemacht habe (Also so ohne, dass man zwischendurch immer wieder für den Kunden etwas tun muss, und einfach nur Ruhe hat). Umso mehr haben wir uns alle gefreut, als es Anfang Juli an die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern ging. Genauer gesagt nach “Alt-Schwerin” am Plauer See. Jetzt ist Mecklenburg-Vorpommern nicht gerade mit exorbitanter Infrastruktur gesegnet. Auf der einen Seite schön (sehr ruhig), auf der anderen sind es Meilenweite Entfernungen zum nächsten Ort.

Um diese Distanzen zu überbrücken, hatten wir uns eigentlich fest vorgenommen die Fahrräder auf einem Fahrradgepäckträger mitzunehmen. Als ich dann allerdings nachgerechnet habe, und auf knapp 700km Anreise gekommen bin, haben wir das ganz schnell wieder verworfen. Mit dem Auto kommt man genau so gut vorwärts. An Freizeitaktivitäten wird echt viel geboten. Um nur ein paar Dinge aufzulisten:

  • Panzer fahren (Alte NVA-Kaserne)
  • Auf einer stillgelegten Reichsbahnstrecke kann man zu dritt mit einer Draisine und Muskelkraft die Landschaft geniessen.
  • Museen sind eigentlich nicht so meins. Aber das Müritzeum in Waren, kann wirklich was. Interaktive Exponate rund um die Natur und Entstehung der Seenplatte…
  • Bootstour mit einem “Passagierdampfer” über 5 Seen, incl. zwischendurch immer wieder dezent eingestreuten Informationen (war wirklich dezent).
  • In Plau am See gibt es Valk-Jollen zu mieten(Ein wenig Segelerfahrung und ‘nen SBF Binnen, mindestens aber SBF-See  ist Voraussetzung). Haben wir dann auch gleich mal gemacht. Herrlich. Kaum Motorboote unterwegs. Schöne lange Strecken, sodass es von einem Manöver zum nächsten schonmal durchaus ‘ne Stunde dauern kann. Mit der Valk kann man sicher keinen Preis gewinnen, dafür ist das Ding gutmütig wie nur sonstwas. Leider hatten die Boote keinen Verklicker, dafür aber ein paar Bändsel. Und wenn man sich nicht allzu blöd anstellt, kann man daraus ja auch ablesen ob die Segelstellung richtig ist. Wer übrigens ein Boot sein Eigen nennt, kann sogar mit diesem Anreisen und bekommt einen Liegeplatz direkt vorm Ferienhaus.

    Valk Jolle auf dem Plauer See

  • Wer auf alte Ost-Dörfer steht, kommt in der Gegend voll auf seine Kosten. Kopfsteinpflaster, soweit das Auge reicht. Erwähnt werden sollte hier: Güstrow, Schwerin (Sitz des Landesparlaments McPomm mit malerischem Landtag) und natürlich Malchow, welches so der erste Anlaufpunkt ist wenn man Lebensmittel & Co. benötigt ;)

Was die Unterkunft angeht. Besser hätte man es gar nicht treffen können. Wir hatten ein Ferienhaus: 8m bis zum See, bestens ausgestattet, Sonnenuntergänge von denen man selbst in der Eifel träumt, DSL2000 am Start und massivst Sonne.

Dive into the deep sea
Das Bild ist direkt von einem kleinen Weg vorm Ferienhaus aus aufgenommen. Schöner geht doch wohl kaum, oder ?

Des weiteren kann man “Alt-Schwerin” auch prima als Basecamp zur weiteren Erkundung des Bevölkerungsärmsten Bundeslands (von Bremen und dem Saarland mal abgesehen) nutzen. Nach Schwerin sind es 70km, nach Rostock ca. 100 und wer mal auf Rügen schauen will (definitiv eine Reise wert !) muss mit ca. 2,5h Fahrt rechnen. Ich denke mal, zu Rügen werd’ ich noch einen Extra-BlogPost verfassen. Alles in allem war der Urlaub so genial, dass ich gar nicht drum herum komme diese schöne Gegen zu plaggen. Wer Interesse an Adressen o.ä. hat, möge sich hier per Kommentar verewigen.

Weitere Impressionen gibts übrigens im Flickr Stream meiner werten Gattin, oder in meinem ;)

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Jun 23

Die Konfig hier zu Haus sagt, gehe über den Proxy – egal was passiert. Per iptables ist es den Workstations verboten, direkte HTTP-Requests nach draussen abzusetzen. Die werden einfach gedroppt. Damit man jedoch nicht bei jedem neuen Client erst den Proxy eintragen muss, gibt es so schöne Erfindungen wie wpad.dat (aka proxy.pac).

Der DHCP Server im Netz announced also, bei Vergabe einer ip, gleich die URL fuer die Proxy-Autoconf mit. In der Regel klappt das auch alles super. Hätte nicht jeder Browserhersteller wieder seinen eigenen Kram gebastelt. So interpretiert der Safari auf dem Mac diverse Dinge anders als der Chrome oder der IE. Eine schöne Matrix, mit dem was geht, und was nicht geht, gibt es bspw. bei pacwpad.com.

Die Herausforderung bestand/besteht am Ende darin, den Browsern zu sagen: Hey, du willst was im LAN, dann brauchst Du den Proxy nicht zu fragen. Ansonsten bitte Proxy nehmen. Mit ipv4 kein Thema. Bei ipv6 verschluckt sich der Safari jedoch massivst.

In der folgenden Config bin ich nun soweit, dass Chrome brav das macht was er soll, Safari jedoch bei jeglichen (auch LAN) ipv6-only Websites immer über den Proxy geht. Das liegt daran, dass der Safari scheinbar die javascript-Funktion “dnsResolveEx” nicht kennt. Ohne try/exception macht der immer einen auf “direct” bei ipv6. Mit diesem Konstrukt geht er zumindest immer auf den Proxy. Bin mal gespannt, wie lange es dauert bis sich die Browserhersteller da geeinigt haben…

Hier also die Config:

  • LANv4 ist 10.0.0.0/24
  • LANv6 ist 2001:999:999:8888/64

function FindProxyForURL(url, host)
{
        if (isInNet(host, "10.0.0.0", "255.255.255.0")) { // ipv4 im LAN ? Dann direct
                return "DIRECT";
        }
        if (host.substring(0, 4) == "127.") { // Localhost ? dann DIRECT
                return "DIRECT";
        }
        if (host.substring(0,16) == "2001:999:999:8888") { // IPv6 Adresse in den Browser eingegeben, und die ist im LAN ? Dann DIRECT
                return "DIRECT";
        }
        try {
            var resolved_ip = dnsResolveEx(host);
            if (resolved_ip.indexOf("2001:999:999:8888")>-1 ) { // Hostname löst auf eine IPv6 auf, die im LAN ist ? Dann DIRECT
                    return "DIRECT";
            }
        } catch(e) { // Funktion "dnsResolveEx" nicht vorhanden ? Dann Fallback proxy
            return "PROXY 10.0.0.2:3128";
        } 
        return "PROXY 10.0.0.2:3128"; // Default: Proxy
}

									

Update: Es empfiehlt sich anstelle der IP (10.0.0.2:3128) den FQDN des Proxies einzutragen. Einige Geräte machen scheinbar einen lookup bevor sie den Proxy fragen. Wenn beim lookup eine V6 Adresse herauskommt, dann läuft die wpad.dat ins leere, da kein V6-Proxy gefunden wird. Wichtig: der FQDN des Proxies sollte sowohl über einen V4-Eintrag (A), als auch über einen V6-Eintrag (AAAA) verfügen, und auch zusätzlich auf dem V6-Port lauschen…

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Jun 17

So, es ist vollbracht. Die ganzen Consumer-Provider in good ‘ol Germany wollen ja irgendwie nicht so richtig mit ipv6 an den Start kommen. Also habe ich mal selbst Hand angelegt. Einen Provider hat man schnell gefunden. Ich habe mich für sixxs.net entschieden.

Bei sixxs.net bekommt man zunächst einen /64er Block für lau zugewiesen, den man hinterher auf /48 upgraden kann (Vorraussetzung: der 64er Tunnel läuft eine Woche durch / Downtimes, bspw. zum basteln, sind nicht tragisch). Einfach anmelden, “aiccu” herunterladen, konfigurieren, starten und glücklich sein. Achtung: Aiccu / sixxs.net prüft die Systemzeit – Ein NTP-Client auf dem lokalen Endpunkt hilft da ungemein !

Das 48er-Subnet benötigt man aber nicht wirklich für den Heimgebrauch. Mit dem 64er kann man die restlichen 2^64 Adressen munter im Netz verteilen. Genau da war Anfangs auch mein Denkfehler. Mir war nicht aufgefallen, dass sixxs.net ein Transfernetz zur Vefügung stellt, durch das dass /64er gerouted werden kann. Konkret sieht das ganze nach dem ersten Start wie folgt aus:

  • PtP-Adresse (Da gehts also zu sixxs): 2001:6f8:100:fea::1/128 (Die beiden :: sind die Platzhalter für gaaanz viele Nullen – ausgeschrieben sähe das ganze so aus: 2001:6f8:100:fea:0000:0000:0000:1/128)
  • Lokale Adresse des ersten “ipv6″-Interfaces: 2001:6f8:100:fea::2/64
  • Und jetzt wird’s spannend. Im Webinterface bei sixxs.net kann man sehen, dass das zur Verfügung stehende Netz 2001:6f8:100:dfea::/64 lautet (Man beachte das “d” bei Octet 7)

Mit dem dfea-Netz (die Adressen sind für den Blogeintrag gefaked) können wir nun intern loslurchen und die Rechner ausstatten. Im simpelsten Falle installiert man sich den radvd (Router Advertising Daemon) und konfiguriert sowie startet ihn. Der verteilt die Dinger dann im LAN. Achtung: Dem LAN-Interface muss man selbst eine (v6-)IP aus dem dfea-Netz verpassen (/etc/network/interfaces) – das macht der radvd nicht. Jetzt noch das ipv6-Fowarding enablen (echo 1 >/proc/sys/net/ipv6/conf/all/forwarding) und schon können alle anderen Rechner per ipv6 mit der Welt in Verbindung treten (oder auch angesprochen werden !!)

Was uns zu einem kleinen Schönheitsfehler bringt. Ich will ipv6, weil ich das genNATte und diese ewige dynamische IP-Vergabe leid bin. Dummerweise vergibt der radvd die IP’s aber höchstdynamisch. Statisch verfügbar wäre in diesem Szenario also allenfalls der Router. Schuld (- Die Diskussion will ich hier nicht führen -) sind die sog. “privacy extensions” die irgendwelche paranoiden Mitmenschen entworfen haben. Ich war schon bei v4 kein Freund von “Würfel”-DHCP. Ganz abgesehen davon möchte ICH, und nicht irgendein Billo-Router regeln, wer wann wie worüber ins Netz geht. Bei IP’s die man nicht kennt, ist das ein grausames Unterfangen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten aus dem Dilemma herauszukommen.

  1. DHCP-V6 aufsetzen (hab ich noch nicht ausprobiert) und die IP’s statisch den Mac-Adressen im LAN zuordnen.
  2. Den Servern händisch statische IP’s verpassen.
  3. Mischbetrieb aus 2 und radvd

Habe mich erstmal für Variante 3 entschieden. Also jeden Server abgrasen und eine IP aus dem dfea-Netz eintragen, Default(-v6-)Route setzen und testen. Die Arbeitsplatzrechner bekommen die IP’s per radvd, die Server sind statisch verdrahtet. Fein, funktioniert.

Jetzt kommt der fieseste Teil, an dem ich zwei Stunden versenkt habe:

Das ganze ist bei Debian nämlich leider nicht Bootfest, da Linux ganz jeck auf Route-Advertisments ist, und sich dort auch eine IP “ziehen”, wenn sie schon statisch eine abbekommen haben. Hier helft eine Kernel-Einstellung in /etc/sysctl.conf:

net.ipv6.conf.default.accept_ra = 0
net.ipv6.conf.default.autoconf=0

Die alleine macht aber auch noch nicht glücklich, da die sysctls beim booten eingelesen werden sollen. Zu diesem Zwecke linkt man sich die /etc/init.d/procps in die runtimelevel-Dirs (/etc/rcX.d/). Hilft auch noch nicht, weil: Die Einstellungen greifen nur, wenn auch das ipv6-Kernel Modul schon geladen ist – sonst laufen die ins leere :( Hierzu ipv6 in die /etc/modules eintragen. Anschliessend booten – et voila: Es läuft !

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: Eine ordentliche Firewall mit Connection-Tracking. Gibts wohl demnächst mal einen Blogeintrag drüber. Soviel sei gesagt: Connectiontracking geht erst ab Kernel 2.6.26, redirect (bspw. für transparente Proxies) erst ab 2.6.36…

Somit wäre dieses Blog nun auch via ipv6 erreichbar !

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Apr 11

Das Kind hat doch derbe Defizite mit dem kleinen 1×1. Macht sich jetzt so richtig bemerkbar, weil im Unterricht Division mit REST durchgenommen wird. Nun habe ich allerdings wenig Lust, mir alle Nasenlang neue Aufgaben aus den Fingern zu saugen. Also mal flux ein Perl-Script geschrieben, welches die Ergebnisse gleich mitliefert. Auf Excel-Output hatte ich gerade keine Lust, sollte aber mit “Spreadsheet::WriteExcel” (gibts beim CPAN Ihres Vertrauens) auch kein Thema sein.

Das folgende Script wirft also 60 Aufgaben mit 60 Ergebnissen aus. Wenn man den Output (Tab-getrennt) in Excel guttenbergt (CopyPaste), dann hat man auf dem “linken” Blatt, bei einem 18er Font, die Aufgaben, und auf dem rechten Blatt die Ergebnisse. Die machen es dann etwas leichter, den Kram den der Nachwuchs da hingepinselt hat, zu kontrollieren.

#!/usr/bin/perl
my $i=100;
my @erg,@aufg;
my $sollaufgaben=60;
while ($aufgaben<$sollaufgaben) {
  $i++;
  my $a=int(rand($i)%100);
  my $b=int(rand($i)%10);
  $b=1 if int($b)==0;
  $a=1 if int($a)==0;
  if (int($a/$b)<12) {
    $aufgaben++;
    push @aufg,$aufgaben."\t".$a."\t:\t".$b;
    push @erg,int($a/$b)." R ".($a % $b);
  }
}

for (my $i=0;$i<int($sollaufgaben/2);$i++) {
  print $aufg[$i*2]."\t\t".$aufg[$i*2+1]."\t\t";
  print $erg[$i*2]."\t".$erg[$i*2+1]."\n";
}
									

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Apr 01

Ein wenig herumgespielt mit dem Arduino habe ich ja schon bei dem Rauchmelder und dem BetaBrite-Display. Nicht gebloggt wurde bisher über die Funksteckdosen, die derweil per Webserver an- und ausgeschaltet werden können (Dank dieser Library).

Das müsste doch ansich auch mit dem Garagentoröffner funktionieren. Der tut doch auch auf 433,92MhZ. Letztes Jahr hatte ich mir bei Watterod einen 433er Sender und einen Empfänger, der bisher noch nicht zum Einsatz kam, geordert. Den Empfänger also fix mal startklar gemacht und an den Arduino angeflanscht. Allerdings ist das auslesen eines Senders, bei dem man keinen Schimmer hat welche Codierung genutzt wird, alles andere als trivial. Habe es dann ersteinmal mit der 433MhZ-Wetterstation von Tchibo probiert. Nach diversen Bitfriemeleien purzelte da dann auch tatsächlich die Temperatur heraus. Nungut – wir wollen ja einen Garagentoröffner simulieren, nicht Funkthemometer auslesen.

Aus dem ollen Code bin ich allerdings nicht schlau geworden. Hier mal ein oszillografierter Ausschnitt (due to security reasons :-) ) des Senders:

Man erkennt insgesamt 3 Arten von Pulsen – kurze, lange und mittlere (WTF ?). Habe erst auf einen Manchester-Code getippt. War mir dann aber irgendwie zu doof den zu analysieren. Also fix mit gtkwave die Pulslängen in ein Array gepackt, und fertig ist der Garagentoröffner per Arduino. Hier der (Draft !) des Sourcecodes mit dem Pulslängenarray (Negativ = LOW, Positiv = HIGH):

int garage[45]={  // Block 1 (21 x das gepulse)
               -16382,-16382, // Blocktrenner (2)
               // Block 2 (22 x das gepulse)
};


void setup() {
  pinMode(8,OUTPUT);
  pinMode(13,OUTPUT);
  digitalWrite(8,LOW);
}

void loop() {
  fire(garage,0);          // Garage Toggeln
  digitalWrite(8,LOW);
  digitalWrite(13,HIGH);
  delay(10000);
  digitalWrite(13,LOW);
}

void fire(int what[],int corr) {  // what: PositiverWert: Dauer des HIGHPulses, NegativerWert: Dauer des LowPulses; corr = Korrekturzeit pro Puls
    for (int i=0;i<26;i++) {
      int del=what[i]+corr;
      if (del>0) {
        digitalWrite(8,HIGH);
        delayMicroseconds(del);
      } else {
        del=del*(-1);
        digitalWrite(8,LOW);
        delayMicroseconds(del);
    }
  }
}
									

Fazit: Funktioniert perfekt. Wenn allerdings jemand ‘ne Ahnung hat welches Protokoll (bzw. Leitungscode) das sein könnte – immer her damit :-)

Update 22.08.2012 – Hier, auf Nachfrage, der Sourcecode für den Wetterstationsempfang. Das Ding ist echt nur ein “Proof of concept” – also alles andere als schön. Vom Aufbau her:

  • 433MhZ-Empfänger Serial-Out hängt an PIN2

-----------------------------------------------------------------------------
/*
  Liest dieses komische Tchibo-Wetterdingens per 433MhZ aus.
*/

boolean cnt=false;
int reader=0;
int cnter=0;
char reading[28];
void setup() {
  Serial.begin(9600);
  Serial.println("go!");
  pinMode(2, INPUT);
 // pinMode(13,OUTPUT);
}

void loop() {
    int LowVal=pulseIn(2,LOW);
    if (LowVal < 11000) {  // Kuezer als 1100ms Low ? Koennte unserer Sensor sein
      if (decodeTime(LowVal) == 'S') {  // Startsequenz ?
        cnt=true;                       // Dann go fuer die Sammlung
        cnter=0;                        // BitCounter auf 0
      }
      if ( (cnter<=27) && cnt && ((decodeTime(LowVal) == '0') || (decodeTime(LowVal)=='1'))) { // Stream noch nicht voll und ein Bit erkannt ?
//       Serial.print(decodeTime(LowVal)); 
       reading[cnter]=decodeTime(LowVal);  // Ab ins Array damit
       cnter=cnter+1;                      // Arraycounter fuers naechste Bit inkrementieren
      }
    } else {
      cnt=false;                           // Zurueck auf Anfang - nix fuer uns.
    }

      if ((cnter==28)) {                   // Arrray Voll ?
        Serial.print('/');
        Serial.print(reading);
        Serial.print('/');
        Serial.println(decodeTemp(reading));
        cnter=0;
        cnt=false; 
      }
  
}

float decodeTemp(String bitstream) {  // Versucht aus dem Bitstrom die Temp. zu berechnen
  int x=0;
  int chk=0;
  for (int i=16;i<24;i++) {      // Extrahiert das Byte zwischen Bit 16 und 24 und packt es als integer in "x"
    if (bitstream[i] == '1') {
      bitSet(x,(23-i));
    }
  }
  for (int i=4;i<15;i++) {      // Kenner aus den 3 Nibbles zwischen Bit 4 und 15 holen (koennte auch der Kanal sein ?)
    if (bitstream[i] == '1') {
      bitSet(chk,(14-i));
    }
  }
  if (chk != 136) {            // Kenner = 136 ? Dann ist es unserer Sensor !
    return(-999);              // Wenn nicht, dann -999 zurueck
  } else {
    return ((float)x/10);
  }
}

char decodeTime(int time){  // Wandelt die Pulse in Bits um.
  if (time > 1500 && time < 11000) { // passendes Signal (zwischen 150ms und 11000ms) ?
        if (time < 2500) {           // kleiner 250ms ? Dann LOW
          return '0';
        } 
        if (time < 5000 && time >3000) {  // Zwischen 500ms und 1000ms dann HIGH
          return '1';
        }
        if (time >8000) {                // Groesser 800ms dann Startsequenz !
          return 'S';
        }
  } else {
    return 'X';
  }  
}
									

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Mrz 15

Wer bei einem Kunden Webanwendungen einführt, welcher nach Jahren immer noch den IE6 (ja, Internetexploder Version sechs !) einsetzt, der muss sich heutzutage immernoch mit dessen inkompatbilitäten herumschlagen. Nun gut, auf einigen Kisten läuft schon der IE8, allerdings hat irgendein schlauer Admin in den IE-Einstellungen das Häkchen bei “Intranetsites in Kompatibilitätsansicht anzeigen”  gesetzt. Angeblich geht das über die Gruppenrichtlinien (von den MS-Jüngern liebevoll “GruRiLis” genannt – dass alleine ist schon einen Facepalm wert).

Jetzt will ich aber partout nicht in irgendwelchen IE-Modi arbeiten. Der “Kompatibilitätsmodus” ist nämlich in Wahrheit ein Inkompatibilitätsmodus, der dem IE sagt – Hey, Du kannst zwar W3C-Standard, aber render das mal im IE6/7 Format. Die MSDN (MasoSadoDistributionNetwork) sagt: Meta-Tag setzen. Klappt aber (erwartungsgemäss) nicht.

An der Stelle sei eine Frage erlaubt: Wenn der international angehauchte Developer unter dem Schlagwort “Intranetsites in Kompatibilitätsansicht anzeigen” nichts findet (was nicht allzu unwahrscheinlich ist, da sich mit dem Dreck keiner auseinandersetzen will), was googlet man da ?

Egal – zurück zum Thema – sonst laufe ich noch Amok: Ein zusätzlicher HTTP-Header mit dem schicken Namen “X-UA-Compatible:” schafft dann doch tatsächlich abhilfe. Setzt man also in den HTTP-Header  (NICHT zu verwechseln mit dem HTML-Head Element) X-UA-Compatible: IE=IE8, dann klappt es auch mit dem W3C-Standard.

Mal wieder typisch MS: Einen Workaround anbringen, den auch noch frecherweise mit “nicht Kompatibilitätsmodus verwenden” bezeichnen, um Standardrendering hervorzurufen.

Andrererseits: Es wäre vermutlich zuviel verlangt gewesen, dass MS mal die Biege bekommt, und alte Zöpfe abschneidet. Hat alles sein für und wieder.

Disclaimer: Dieser Blogeintrag enthält zynische Bestandteile und ist rant-frei – wer will, darf die behalten :-)

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Mrz 01

Wenn man per Cron, PL/SQL, whatever Mails mit mehr als einem Empfänger im Enterpriseumfeld versendet, dann bekommt man meist diese schäbigen Abwesenheitsnotizen & Co. zurück, die einem das Absenderpostfach zumüllen.

Lösungsansätze gibt es da zwei (wovon ich den zweiten bevorzuge):

  1. no-reply@enterprisecompany.tld als Absender verwenden
  2. Einen Mail-Header mitsenden, nämlich: “X-Auto-Response-Suppress: DR,RN,NRN,OOF,AutoReply”

Nummer 2 hat den charmanten Vorteil, dass man Bounces & Co. noch weiterhin bekommt. Nachteil: Der MTA muss es auch erkennen. Bei “Exchange” ist das der Fall.

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Jan 20

Jetzt weiss ich auch warum netcat das “Schweizer Taschenmesser” der Netzwerktechnik genannt wird. Gewaltig das Ding.

Doch von vorne – Folgende Ausgangssituation:

Man hat eine Maschine (BOB), die irgendwo hinter einer (SOHO-)Firewall steht. Diese SOHO-Speedport-Dingsdas sind meist so konfiguriert das nix reindarf, aber alles raus. Jetzt möchten wir aber gerne von einer anderen Kiste (die irgendwo im Internet hinter einem etwas eleganter konfigurierten Linux-Router steht, und hier mal ALICE heissen soll) per ssh auf BOB zugreifen. Ferner nehmen wir an, wir hätten gerade (temporär) Zugriff auf BOB (lokal, wie auch immer) und könnten auch auf ALICE rumtoben.

Problem: Direkt von einem Client hinter ALICE gehts nicht, weil unserer Client (Nennen wir ihn PLUTO – der der hinter ALICE geNATted sitzt) zwar durch ALICE rauskommt, aber an BOB’s SOHO-Router scheitert. Wäre doch prima wenn wir irgendwie eine Remoteshell von BOB aus aufmachen könnten. Wir trauen BOB aber nicht, und wollen Ihm auch nicht den SSH-Key/Password für ALICE rausrücken. SSH von BOB nach PLUTO/ALICE ist also doof – Was tun ??

Man nehme: Netcat und Named Pipes. Im einzelnen sieht das dann wie folgt aus:

  1. Brücke auf ALICE bauen:
    netcat -v -l -p 4711 -c "/bin/nc -l -p 4712"
    ALICE wartet jetzt also auf Port 4711. Alles was sich dort verbindet, wird dann mit einem neuen Listener, der auf 4712 horcht verbunden.
  2. Auf BOB erzeugen wir ein Device (Pipe) damit wir bidirektional den ssh-Datenstrom ins Netcat rein und auch wieder rausbekommen:
    mknod backpipe p
  3. Nun nehmen wir das ganze von BOB aus in Betrieb:
    netcat -vv ALICE 4711 <backpipe |netcat -v localhost 22 >backpipe
  4. Wenn wir auf PLUTO nun ein ssh root@ALICE -p 4712 ausführen, sind wir auf BOB angekommen. Voila

Sehr elegant, wie ich finde.

User die auf BOB meinetwegen root-rechte haben und Memdumps machen können, kommen nicht weiter, weil die ja keinen Key oder ähnliches von PLUTO oder ALICE haben, das netcat auf ALICE ist schon dicht mit einer Connection – da kann also auch nichts passieren. Und wir können prima von PLUTO aus auf BOB weiterarbeiten/remote unterstützen/whatever bis jemand die Pipe oder den Netcat tötet…

 

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Dez 10


Seit geraumer Zeit sind Rauchmelder in Neubauten ja Pflicht. Macht ja auch durchaus Sinn. Gerade wenn man an solche USV-Aktionen denkt :-) Also muss ein Rauchmelder her. Der Otto-Normal-Nerd möchte aber mindestens irgendwas haben, was sich auch in die Standardhaustechnik integrieren lässt – am besten noch ein Set von mehreren Rauchmeldern. Da gibts es zig Varianten:

  1. Die Billigrauchmelder (um die 5-10 Euro)
  2. Die Billgrauchmelder die per 433MhZ miteinander sprechen (ab 60 Euro im Set mit 4 Stück)
  3. Die teueren Systemrauchmelder die nichts anderes als (2) machen, nur das G*ra oder sonstwas draufsteht.
  4. Die sündhaft teueren Rauchmelder mit eingebauten GSM-Modul (ab ca. 150 Euro aufwärts…)

Gelinde gesagt: Alles doof – da es entweder meinen Ansprüchen nicht genügt, oder massivst zu teuer ist.

Nun denn erstmal Dinge sichten – also ab zum Baumarkt und mal einen Rauchmelder der Kategorie “1″ gekauft. Schimpft sich RM120 und hat schlappe 8,- gekostet. Laut ist das Ding ja, wenn man Zigarettenrauch reinbläst, oder mal den Testknopf drückt – bringt nur nix, wenn niemand zu hause ist :-( Nach dem öffnen des Geräts, schaut einen ein wenig SMD-Technik (Oha) an, darunter ein IC mit der Aufschrift “CS2105go“. Wie sollte es anders sein, dazu gibts leider kein Datenblatt. Aber Moment, vielleicht ist der CS2105GO-M12 ja Pinkompatibel mit dem MC145010 – Bingo, ist er ! Der MC145010 (manchmal auch MC145012) wird in fast allen Rauchmeldern der Kategorie 1 und 2 (teilweise auch 3) verkauft.

Der aufmerksame Leser merkt was: Bei 2 ist doch eine Vernetzung möglich ! Korrekt, so ist es. Mit anderen Worten: In den Rauchmeldern der Kat.1 ist derselbe IC verbaut, wie in 2, nur das in 1 halt das 433MhZ Modul fehlt. Brauch ich (zumindest jetzt zum Testen) eh erstmal nicht –  doch dazu später. Der MC145010 verfügt über einen sog. I/O Pin, der bei 2er Rauchmeldern dann das 433MhZ-Modul per TTL-High triggert, sobald es qualmt. Beim 1er liegt PIN7 (I/O) tot herum. Perfekt. Also fix den Ground (-) und PIN7 per Kabel rausgeführt und an den Arduino geklemmt:

 

Links (Schwarz) die Masse – Also GND direkt mit dem GND des Arduino’s verbinden,

Recht (Rot), etwas fuckeliger, den PIN7 (I/O) des CS2105GO-M12 auf einen Analogen Input-PIN des Mikrocontrollers legen.

Auf dem Arduino selbst habe ich derzeit die gute Wohnzimmerinfo-Anzeige am laufen, da ist also schon ein “Ethernet-Shield” drauf. Da dort noch diverse Analoge Ports frei sind, und der Rauchmelder auch direkt deben dem Display wohnen soll, also optimal. Vom Code her gestaltet sich das ganze relativ simpel (siehe unten). Das allerfeinste ist jedoch, dass man nichtmal gegen irgendwelche Vorschriften verstösst, wenn man sich anstelle von Variante 1 für einen Rauchmelder der Variante “2″ entscheidet. Denn alle Rauchmelder bleiben so wie sie sind (sprich: Die piepen trotzdem). Nur einen, in dem 433MhZ-”Netz”, muss man dann an den Arduino anklemmen. Der verbaute Standalone-RM120 piept übrigens auch noch – denn genau dafür ist PIN7 gedacht: I/O !


#include
#include

#define SmokePIN 0

int Smoke=0;
boolean mailsent=false;
byte mac[] = { 0xDE, 0xAD, 0xBE, 0xEF, 0xFE, 0xED };
byte ip[] = { 192,168,0, 100 };

void setup () {
Ethernet.begin(mac,ip);
}

void loop() {
// Read Smokedetector
Smoke=analogRead(SmokePIN);

// GGf. RESET der Variable mailsent

if (Smoke > 900) {
if (mailsent==false) {
firemail();
mailsent=true;
}
}
}

void firemail() {
// IP des Mailservers
byte mserver[] = {192,168,0,101};
Client Mail(mserver,25);
if (Mail.connect()) {
Mail.println(“HELO arduino.domain.tld”); /* say hello (statement after helo is needed but irrelevant)*/
Mail.println(“MAIL From: et_brennt@domain.tld”); /* identify sender, this should be the same as the smtp server you are using */
Mail.println(“RCPT To: et_brennt@domain.tld”); /* identify recipient */
Mail.println(“DATA”);
Mail.println(“To: et_brennt@domain.tld”); /* identify recipient */
Mail.println(“Subject: Burning down the House”); /* insert subject */
Mail.println(“WARNING – Smoke detected !”); /* insert body */
Mail.println(“.”); /* end email */
Mail.println(“QUIT”); /* terminate connection */
Mail.println();
Mail.stop();
}
}

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Dez 06

Args. Was ein pfu. Doch von vorne:

Am Freitag letzter Woche ging es los. Meine gute SmartUPS 1500RM hatte auf einmal Hitzewellen. Woher die kamen ? Keine Ahnung. Entdeckt habe ich das ganze eher durch Zufall, da ich ab und an dann doch mal einen Blick ins cacti werfe. Da sah das ganze dann so aus:Hitzewellen in der APC 1500 Interessant in dem Zusammenhang: Die USV wirft erst einen Alert ab ca. 60 Grad Celsius. Meiner Meinung nach – die sollte sich später noch bestätigen – viel zu spät. Das Rack, indem sich die APC 1500 befindet, hat übrigens direkte Aussenbelüftung – im “Serverraum” waren es also die ganze Zeit über so um die 16 Grad. Bei den Peaks bin ich dann doch mal ‘runter gegangen und hab die Schranktür des Racks aufgemacht, und siehe da: Temp wieder normal.

Am Wochenende stand das gute Stück also erstmal unter Beobachtung. Wie man oben erkennt, war es jedoch ruhig. Pünktlich zum Wochenbeginn fing die USV dann aber wieder an zickig zu werden. Da mir dass ganze (wörtlich !) zu heiss wurde, habe ich mich dann entschlossen das Batterypack (ist in so einer Cartridge) zumindest abzuklemmen. Da die Notstromversorgung Hot (!)-Pluggable ist, also kein Problem.

Sofern die angeschlossenen Geräte in diesem Zustand (Batterien abgezogen / disconnected) noch laufen, sollte man es tunlichst unterlassen der USV den Strom zu klauen. Nicht nur, dass dann alles aus ist – das wäre zu einfach – man bekommt auch keinen Saft wieder auf die USV. Die lässt sich nämlich nur mit angepömpelten Akkus starten (FAIL !!).

Also erstmal Ersatzakkus bestellen. Aber € 520,- für ‘ne Cartridge (RBC24) mit 4 Moppedakkus ? Ja sind die wahnsinnig bei APC ? Das muss doch günstiger gehen. Geht es: Diverse Händler verkaufen die Akkus einzeln zum Stückpreis von € 20,- . Da die Akkus bisher noch nicht eingetroffen sind, spreche ich da noch keine Empfehlung aus :-)

Demontage:

Ansich nett gedacht. Frontblende der UPS entfernen, 4 Schrauben lösen und dann einfach die Cartridge mit den 4 Bleigelakkus rausziehen. Was aber tun, wenn die Dinger aufgequollen sind ? Mit Gewalt ziehen, hat geholfen. Hier das Resultat:

Nun “nur noch” die 4 Akkus aus der Blechwanne entfernen. Haha ! Kein Tutorial, keine versteckte Klammer mit der die Dinger da gehalten werden – nix. Fühlt sich an wie festgeklebt. So war es auch. Jeder Akku ist mit einem dusseligen doppelseitigem Klebestreifen an der Wanne festgeklebt. (2ter FAIL !!) Also auch hier wieder Gewalt anwenden, und die Dinger vorsichtig mit dem Schraubenzieher anhebeln – irgendwann kommen die von alleine :-) Der Sicherheit halber, habe ich die Anschlüsse mal zusammengetaped, isoliert, und mit Nümmerchen versehen. Jeder Platz in der Aluwanne hat dann die korrespondierende Nummer bekommen. Jetzt heisst es warten auf die Ersatzlieferung, und hoffen das der Strom nicht ausfällt.

PS: Vor ca. 6 Jahren ist mir mal eine 750er Desktop-SmartUPS unterm Schreibtisch hochgegangen. War nicht lustig. Die musste ich mit dem Topflappen auf den Balkon befördern… Von daher: Wenn Euch die Akku-Temperatur (Internal Temperature bei APC) komisch vorkommt – lieber heute als morgen die Akkus wechseln.

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Nov 11

Ab und an schaue ich mal bei “derWesten” vorbei um die neuesten Dinge aus meiner alten Heimat zu lesen. Seit ca. 3 Wochen hat man bei dW das alte Newsportal durch ein neues ersetzt.

Zur Erinnerung: Das alte WebPortal machte einen auf “blog”. Es gab dort bspw. (lieblos funktionierende) Trackbacks, die zwar in den Kommentaren hier und da auftauchten, bei denen man aber krampfhaft nach der Trackback-URL suchen musste. Ferner hatte ich den Eindruck, dass nichtmal die (Lokal-)Redakteure selbst wussten, wann und wie ein Beitrag im Inhaltsverzeichnis geranked wurde. So waren z.B. Artikel, die auf ein Event am nächsten Tag hinwiesen, sogar nach Monaten noch prominent auf der (Lokal-)Titelseite sichtbar. Andere, durchaus kontrovers diskutierten, Artikel schon nach 5h wieder verschwunden. (Irgendwie muss es der CvD also doch beeinflussen können)

Wie sich das ganze mit dem neuen Online-Redaktionssystem auswirkt, mag ich noch nicht beurteilen, zumal ich, wie oben erwähnt, nur alle Jubelwochen dort mal vorbeischaue. Sämtliche gesetzte Bookmarks und Trackbacks sind mit dem Softwareupdate allerdings ungültig geworden, da man bei derWesten anscheinend den Begriff permalink nicht begriffen hat.

Beim letzten Aufruf von derWesten traf mich jedoch ein leichter Schlag. Jetzt muss ich vorher allerdings etwas ausholen: Ich habe hier zu hause, zusätzlich zum AdBlocker, einen Privoxy installiert. Der springt bei diversen Keywords und suspekten Seiten an, und blockiert dann, Serverseitig (also im Proxy), den entsprechenden Request. Ich rufe also derWesten, über mein nicht aktualisiertes Bookmark, auf, um dann direkt mal auf den erstbesten Artikel zu springen. In diesem Moment meldet mein Privoxy sinngemäss “Nee, ist nicht, weil da was mit ads (Werbung) vorkommt”.

Der Link, der mir da entgegensprang, sah schon suspekt aus (irgendwas mit xiti.com), sodass ich mir das mal näher angesehen habe. Im HTML der Seite steht noch ein normales href, also ein “Deeplink” auf den Artikel. Ein Redirect findet auch nicht statt. Woher kam also dieses “xiti.com” gedönse. Des Rätsels Lösung findet man in einem mitgeladenen Javascript, mit dem sprechenden Namen “click.js”. Die “Entwickler” von derWesten haben sich einfach in den onClick Handler vom Link eingeklinkt. Jedesmal wenn von dieser Seite ein Link aufgerufen wird, manipuliert ein Stück Code von derWesten die Umleitung via “xiti.com” darein. Na Toll !!

Der Erste Gedanke war: Gibt’s jetzt schon Werbeanbieter die das anclicken im eigenen Angebot incentivieren ? Nein, gibt es natürlich nicht. xiti.com ist ein Anbieter der, festhalten – und jetzt versteht Ihr warum ich oben so weit ausgeholt habe – die Struktur einer Site optimieren soll. Mit anderen Worten läuft das wie folgt, wenn ich es richtig verstanden habe: derWesten schaltet dieses xiti.com immer dann dazwischen, wenn der User einen vermeintlich toten Link aufgerufen hat, um herauszufinden, was der Anwender denn wollte.

Das muss man sich mal vorstellen. Da lässt sich dieses WAZ-Blättchen ein komplett individualisiertes CMS zusammenbretzeln, dass vor Javascript-Foo nur so strotzt, und dann nehmen die für Analysen einen 302er Redirect über einen Amiland-Anbieter in Kauf ? So ein include, o.ä. hätte es sicher auch getan.

Naja, wenn dann xiti.com abraucht, dann zieht’s derWesten halt gleich mit.

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Nov 07

Herr Koehntopp philosophiert ueber NULL in PERL vs. NULL in mySQL.

Sehr lesenswert fuer alle, die sich schonmal gefragt haben, wie man am sinnvollsten mit NULL-Werten in Datenbanken umgeht. Das Thema ist ja doch nicht so ganz ohne…

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